Die Abwesenheit der Idole

Die Abwesenheit der Idole

  • Mateusz Kapustka
Publisher:Böhlau KölnISBN 13: 9783412515737ISBN 10: 3412515736

Paperback & Hardcover deals ―

Amazon IndiaGOFlipkart GOSnapdealGOSapnaOnlineGOJain Book AgencyGOBooks Wagon₹7,306Book ChorGOCrosswordGODC BooksGO

e-book & Audiobook deals ―

Amazon India GOGoogle Play Books ₹99.99Audible GO

* Price may vary from time to time.

* GO = We're not able to fetch the price (please check manually visiting the website).

Know about the book -

Die Abwesenheit der Idole is written by Mateusz Kapustka and published by Böhlau Köln. It's available with International Standard Book Number or ISBN identification 3412515736 (ISBN 10) and 9783412515737 (ISBN 13).

"Bildkonflikte machen Geschichte sichtbar. Zerrissen zwischen Beschleunigung und Verspätung, zeigt Geschichte sich in ihnen als ein dynamischer Prozess der Aktualisierung, der zur Aufrechterhaltung unterschiedlicher Erfüllungsmythologien Opfer fordert. Zu einem stummen Akteur auf der historischen Bühne avanciert dabei das Idol, das aus seiner Abwesenheit über gesamte Bildkulturen einen Schatten wirft und in jeder Neuzeit wieder als Gespenst umgeht. Die an der Schnittstelle zwischen Bildgeschichte und Geschichtsphilosophie angesiedelte Studie untersucht im Sinne einer kritisch-analytischen Beschreibung den bildlichen Topos der Zerstörung von antiken und außereuropäischen (Vor-)Bildern im christlichen Machtdiskurs des 16.–18. Jahrhunderts. Besprochen werden in diesem Kontext visuelle Typologien des christlichen Herrschers oder Märtyrers, der als Bilderzerstörer den Akt der Vernichtung von ägyptischen Idolen durch Christus während seiner Flucht nach Ägypten strukturell nachahmt. Diese beiden Figuren werden vor allem im katholischen Barock zu Prototypen der konfessionellen Geschichtsauslegung. Sie tragen zur anachronistischen Fiktionalisierung des Mittelalters als Gründerzeit der Rechtgläubigkeit und zugleich als Vorstufe der globalen Missionierung bei. Die Zerstörung der 'fremden' Bilder geht dabei mit der semantischen Normierung von 'eigenen' Bildern als Werkzeugen einer kontrollierten metaphorischen Übertragung einher. Diese Thematik wird v. a. anhand von Fallstudien zur kirchlichen und kaiserlichen Bildpropaganda im Rahmen der Rekatholisierung in den Ländern der habsburgischen Krone veranschaulicht.